“Sehr geehrter Herr Kolb, liebe Eltern und Abiturienten,
liebe Lehrer !
Wenn es auch als große Ehre gilt, am heutigen Tage vor einer
solch großen Menge die Stimme der Abiturienten vertreten zu
dürfen, so können Sie sich doch sicher vorstellen, dass mir
jetzt wohler zu Mute wäre, wenn ich in Mitten meiner Freunde
säße, um den Worten einer meiner Mitschüler folgen zu
können. Nun aber ist es meine Aufgabe – meine letzte Aufgabe
am Carl-Benz-Gymnasium – die ich zu bewältigen habe.
Wenn ich nun so durch die Reihen blicke, so kann ich viele
Gesichter sehen, die sich in wenige Gruppen zusammenfassen
lassen:
Da sind natürlich die Hauptpersonen des heutigen Tages – die
Abiturienten! Diese Gruppe lässt sich wiederum in zwei Teile
spalten – da sind die einen, die glücklich sind, die Schule
endlich verlassen zu dürfen, und die anderen, die
unglücklich sind die Schule verlassen zu müssen.
Aus den Gesichtern der zweiten Gruppe, nämlich aus denen der
Eltern, lässt sich zweifelsohne Stolz und Zufriedenheit
ablesen. Liebe Eltern, Sie haben auch allen Grund mit Stolz
erfüllt zu sein! Denn wenn die Schulzeit auch viel Freude
bereitete, so war es doch wahrlich kein Honigschlecken, die
Prüfungen zu absolvieren – und worauf es ja schließlich
ankommt – mit Erfolg zu absolvieren!
Als dritte Gruppe möchte ich die Lehrkräfte nennen, die am
heutigen Tage die Bestätigung ihrer offensichtlich
erfolgreichen Arbeit sehen können. Zu dieser Gruppe möchte
ich auch Herrn Kolb zählen, dem man wahrlich nicht nachsagen
kann, dass er über 148 erfolgreiche Schulabgänger
unglücklich sein könnte.
Als letzte Gruppe möchte ich noch unsere Nachkommenschaft
zur Linken erwähnen. Aus deren Gesichtern spricht ein
vielleicht mit Bangen, aber doch
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optimistischer Blick für die kommenden Monate oder Jahre am
CBG. Euch wünschen wir alle viel Erfolg und noch schöne Tage
am Carl-Benz-Gymnasium. Wenn ich vorhin die stattliche
Zahl von einhundertachtundvierzig Abiturienten genannt habe,
so geschah dies nicht ohne Grund – denn die Zahl 148 ist
eine besondere Zahl! Bildet man beispielsweise die
Quersumme, so ergibt sich die Zahl 13. Dreizehn Jahre
Schulzeit hat der Großteil der mit Stolz erfüllten
Abiturienten nun hinter sich gebracht. Wenn mancher diese
Zahl überschritten hat, so kann dies doch nur die Sympathie
unterstreichen, die wir alle – mal mehr, zum Beispiel in den
Ferien – mal weniger, ich denke an die Zeit der Prüfungstage
– für das Carl-Benz-Gymnasium empfunden haben.
Außerdem bemesse ich der Zahl 148 deshalb besondere
Bedeutung zu, da es die Zahl unserer Vorgänger bei weitem
übertrifft. Meine sehr geehrten Damen und Herren – bitte
verweisen Sie jetzt nicht auf die geburtenstarken Jahrgänge
– wir waren eben eine Supertruppe – eine Supertruppe, die
bis zuletzt zusammen gehalten hat, und die sich schon heute
auf das 10te, 20te oder 30te Jahrgangstreffen freut. Bis
dorthin wird sich zwar für uns Abiturienten noch vieles
ändern, was sich aber nicht ändern wird, ist die Erinnerung
an viele schöne gemeinsame Stunden unserer Schulzeit.
Ich glaube, dass nun von meiner Seite aus genug der Worte
gesagt wurden und ich sehe schon mit Freuden dem heutigen
Festabend auf der Dachterrasse entgegen. Ich hoffe, dass
unser Jahrgang noch lange von sich Reden machen wird und
verabschiede mich gemeinsam mit allen Abiturienten mit einem
kräftigen:
ABI VIERE ......... ABI VIERE ......... ABI VIERE .........
Vielen Dank.” |